Diesmal aber wirklich nur noch ein Knäuel...

Von Wollsucht und dem Nadeln als Entspannung erzählt uns diesmal Elisabeth Prohaska alias Stricklieschen

Stricken – für viele von euch schrillen da schon die Alarmglocken und sie denken an die Schulzeit zurück, wo diese Handarbeitstechnik mühevoll erlernt werden musste. Ja, das Stricken ist nicht jedermanns Sache. Auch für unsere Ausstellerin des Monats Mai – Elisabeth Prohaszka - war es in der Schulzeit eine unbeliebte Aufgabe. Doch dann mit 16 kam überraschend die Trendwende, als die ganze Klasse gemeinsam an einem Pullover für den Lieblingslehrer gestrickt hat. Der Pullover war zwar nicht sonderlich tragbar, aber für ein Foto posierte der Lehrer stolz mit seinem Erinnerungsstück von seiner Klasse.

Ab da entdeckte die junge Steirerin ihre Liebe für´s Stricken. Ob Pullover, Schals, Socken oder Mützen -  sämtliche Wollknäuel, die ihr in die Finger kamen, wurden verarbeitet.

Beim Studieren an der Uni in Graz wurde sie durch Freunde und gemütliche Parks, die ausgerechnet auf dem Weg zwischen Wohnung und Uni lagen, zu viel abgelenkt. So kam es, dass sie nach Innsbruck zog, um dort ihr Psychologie-Studium abzuschließen. - Mit Erfolg, denn ohne die Ablenkungen um sie herum, blieb ihr nur das Lernen übrig.

Seit 1998 ist sie Mitarbeiterin bei der Lebenshilfe und hatte als Psychologin auch schon eine eigene Praxis. 2008 kam dann ihr Sohn Jakob auf die Welt und sie überlegte, wie ihr berufliches Leben nach der Karenz weiter gehen soll.

Elisabeth entschloss sich wieder mit dem Stricken zu beginnen. Nur diesmal sollte es nicht nur für sich selbst sein. Nein! – sie wollte damit ein erfolgreiches kleines Unternehmen aufbauen. Der erste Weg führte sie zur Wirtschaftskammer um ein Gewerbe anzumelden und sich alle nötigen Informationen zu holen. Dann begann die Produktion. Stunden strickte und häkelte sie vor sich hin, bis ein beachtliches Sortiment beisammen war und sie den ersten Schritt auf die Verkaufsbühne wagte. Ihr Debüt gab sie 2012 beim Christkindlmarkt in Völs.

Seitdem glühen die Nadeln fleißig zwischen dem Schichtbetrieb in der Lebenshilfe. „Beim Stricken kann ich den Kopf abschalten und mich entspannen“ sagt die lebenslustige Steirerin. Immer wieder neue Ideen entstehen in ihrem Kopf. Aktuell gilt ihre Leidenschaft den Teddybären. Aber auch Tücher und Decken strickt und häkelt Elisabeth wahnsinnig gern. Dabei ist es egal, wenn eine Decke mal ein halbes Jahr bis zur Fertigstellung braucht. Immer wieder mal ein Stück, ganz wie sie gelaunt ist.

Auf die Frage, ob sie Wolle kauft und schon genau weiß, was draus werden soll, antwortet sie mir: „Nein, ich kauf die Wolle, weil ich sie so schön finde. Meisten ja - dann auch nicht nur 1, 2 oder 3 Knäuel, nein da müssen es dann gleich ganz viele davon sein. Und erst daheim überlege ich, was draus wird!“ Davon, dass sie von der Wollsucht befallen ist, darf ich mich dann auch selbst überzeugen, als sie mir in mehreren Zimmern ihrer Wohnung eine Schublade nach der anderen öffnet :-D – Ja da ist ganz schön viel Material vorhanden, aber als leidenschaftliche Näherin kenne ich das ganze ja schon mit der Stoffsucht und dem Gefühl etwas unbedingt zu brauchen auch wenn man noch gar nicht weiß, was draus werden soll.

Was aus der vielen Samtwolle werden soll, weiß Elisabeth, aber schon ganz genau: Jede Menge Teddybären für euch! Denn den ganzen Mai über gibt es -30% auf alle Samt-Teddybären von Stricklieschen.

Und für die coolen Ü-Ei Geschenkboxen mit Blümchen passend zum Muttertag haben wir auch eine Anleitung für euch geschrieben. Also bleibt dran auf unserer Instagram und Facebook Seite und haltet Ausschau nach dem DIY am Freitag und dem Gewinnspiel am Monatsende.