Wie alles begann... ein Traum wird wahr

Viele Fragen mich, ob das alles meine Idee war und wie lange es das 's Kastl denn schon gibt. In meinem ersten Blogpost nehm ich euch mit au eine kleine Reise in die Vergangenheit ...

wie aus einer Idee Wirklichkeit wurde…

 

Schon seit 2014 ließ mich die Idee eines eigenen Ladens mit der Möglichkeit Kunsthandwerkern eine Verkaufsfläche zu bieten nicht mehr los. Ich besuchte Fortbildungen und Businesscoachings und fand mich auch schon bei der Lokalsuche und bei der Suche nach einem geeigneten Partner. Nur sollte alles nicht so klappen wie ich mir das gedacht hätte, die Bewertungen für mein Projekt waren miserabel, die Lokalsuche nicht erfolgreich und auch einen passenden Geschäftspartner*in hab ich nicht gefunden. Also verwarf ich die Idee wieder, ging meiner Arbeit nach und konzentrierte mich auf meine kreative Selbstständigkeit mit „BerNiBag“.

 

Schnell knüpfte ich auf Märkten viele Kontakte zu anderen Kunsthandwerkern und Kleinproduzenten. Ein Familiengefühl stellte sich ein und es war schön ein Teil dieser Szene zu sein. 2016 lernte ich auch die Vormieterin des Geschäftslokals Birgt Kopp kennen. Sie betrieb ihr „Blickfang“ schon seit fast 10 Jahren und bot mir an mit meinen Produkten bei ihr einzuziehen. Im Gegenzug arbeitete ich einen Tag pro Woche bei ihr und das war SUPER! Ich konnte sehen wie es sich anfühlt selbst in einem kleinen feinen Laden zu stehen und die Kunden zu bedienen. Im Herbst lud mich eine befreundete Schmuckherstellerin zu sich nach Salzburg ein, um mir ein neues Geschäftskonzept zu zeigen, das dort eröffnet hatte. Jeder Aussteller konnte seine Produkte in Obstkisten anbieten. Ich war begeistert!

 

Kurze Zeit darauf teilte mir Birgit die traurige Nachricht mit, dass sie sich entschlossen hatte, das „Blickfang“ mit März nächsten Jahres zu schließen. Ich war traurig, den tollen Ausstellungsort zu verlieren und gleichzeitig begann es in meinem Kopf wieder zu rattern…

Ich erkundigte mich bei den Eigentümern des Obstkisten-Franchisesystems ob bereits ein Laden für Innsbruck geplant ist. Als die Antwort nein war, stand mein Entschluss fest. ICH MACHE DAS!

Anfänglich wusste ich nicht, ob ich das allein schaffe und wollte einen Partner dazu holen. Alles war bereits in die Wege geleitet - die Finanzierung war klar, das Geschäftslokal konnte ich übernehmen, mit den Franchisegebern waren wir uns einig, ein Termin mit meinem damaligen Chef wegen Kündigung stand fest – da kam der Anruf: Es tut mir leid, ich steige aus! Da stand ich nun. Meinen Traum zum Greifen nahe, 2 Tage vor Weihnachten und jetzt sollte alles umsonst gewesen sein? - Nein nicht mit mir!

Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und entschloss mich das Ganze als One-Woman-Unternehmen durchzuziehen. Es fühlte sich richtig an und meine Familie stärkte mir den Rücken.

Alle Verträge wurden unterschrieben und ich bekam die Einladung zum ersten Franchisenehmertreffen am 19. Februar 2017. Was war ich aufgeregt! Und mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Auch hier entpuppte sich alles als familiär und ungezwungen. Ich bin froh ein Teil dieses großartigen Unternehmens zu sein! Am gleichen Tag am Abend noch, konnte ich den Schlüssel von der Vorbesitzerin abholen und es konnte los gehen mit dem Umbau.

 

Wände abreißen, Elektroleitungen erneuern, Verputz abschlagen und erneuern, streichen, einrichten, montieren, Boden legen, putzen – das waren zwei harte Wochen, die ich ohne meine Helfer nicht geschafft hätte. Da wir ziemlich unter Zeitdruck standen musste ich diese immer wieder mit Kaffee, Kuchen und Pizza besänftigen – aber sie haben mir alle den straffen Zeitplan verziehen.

Am 1. März 2017 war es dann soweit. Die ersten Mieter kamen, um ihre Kastl zu beziehen. Ein toller Moment. Bekannte Gesichter und auch neue Aussteller aus anderen Bundesländern gaben sich die Klinke in die Hand und die Kastln füllten sich Tag für Tag.

Mit einem rauschenden Fest eröffneten wir unser `s Kastl am 11. März 2017 und können seitdem immer mehr Kunden glücklich machen und vielen tollen Ausstellern eine Möglichkeit zum Verkauf ihrer Produkte bieten.

 

Vielen Dank für´s Lesen und bitte entschuldigt die schlechte Qualität der Fotos - meine Handykamera damals war nicht die beste :-D

 Alles Liebe, Eure Fachlmeisterin Berni